7Million - Special

von Martin Weber

27.10.2009 10:10

7Million: Der Beta-Bericht: 7Million in der Beta 2.0

Es gibt bestimmte Gesetzmäßigkeiten, die sich auch ohne großes Umdenken auf die Computer- und Videospielewelt anwenden lassen. Da haben wir den strahlenden Helden, der vom Spieler gesteuert wird und sich stets für das Gute einsetzt, da haben wir den grimmigen Bossgegner, den es mit besonderer Strategie zu besiegen gilt und da haben wir das MMORPG, dass sich aller Wahrscheinlichkeit nach in einer wundersamen Fantasy-Welt abspielen wird. Es gibt aber auch immer wieder Ausnahmen, wie 7Million beweist.

7Million: Bild 23Erforscht eine komplette Stadt in 7Million.

Wenn wir schon beim Thema MMORPG sind, dann fallen beinahe zwangsläufig Begriffe wie „Instanzen“, „Raids“ oder „Mobs“. Fast scheint es, als seien Massenonlinespiele an diese Elemente unabdingbar gebunden wie unser Planet an die Naturgesetze. Auch hier liegt der Fall bei 7Million etwas anders. Das Game befindet sich gerade im Betastadium und bekommt mehr und mehr Missionen verpasst, die sich allesamt von Einerlei der Fabelwelten unterscheiden. Hier regieren keine Elfen, Zwerge, Trolle oder Ettins das Bild, keine sagenumwobenen Könige, die zum Widerstand gegen das Böse an sich aufrufen und erst Recht bekommt man hier keine Zaubergegenstände, die einem unglaubliche Kräfte verleihen.

Gut geklaut ist halb gewonnen
Wir befinden uns in Paradise City. Solche Ortsnamen findet man zwar häufiger in der virtuellen Realität, aber hier handelt es sich um ein Nest, das scheinbar nur von Langfingern bevölkert wird. Aufstieg in höhere Stufen erreichen nämlich diejenigen, die alles mitgehen lassen, was nicht niet- und nagelfest ist. Die Quests bestehen zum größten Teil aus Aufträgen zu bestimmten Raubzügen. Statt Zauberstab und Zweihänder hat man hier Dietrich und Lageplan bei der Hand. Auf die GTA-Schiene will sich Deep Silvers MMO-Ausflug trotzdem nicht begeben: 7Million ist weitestgehend gewaltfrei.

7Million: Bild 24Take me down to the Paradise City…

Auf der Homepage gibt es auch sogleich den Wegweiser zum Download des Clients. Moderate 123 Megabyte müssen gesaugt werden, dann kann das Diebesabenteuer auch ohne große Umschweife beginnen. Schnell eine der drei Fraktionen ausgesucht, den Charakter gestylt und schon befindet man sich mitten im Geschehen. Die erste Quest dient dann auch gleich dem Kennenlernen. An einem größeren Bruch arbeiten die drei großen Diebesgilden ausnahmsweise einmal zusammen. Zwar geht der Bruch schief, aber als Neuling hat man nun Blut geleckt. So nah war man Geld und Gold nur selten – das will man fortan nicht mehr missen.

Sollten auch die Spieler an dem Szenario Gefallen gefunden haben, ist nun der Zeitpunkt gekommen, abzuspeichern. Erst jetzt wird registriert. Diese Vorgehensweise ist eine wirklich faire Angelegenheit: Es werden erst dann die Mailadresse und das Passwort gesammelt, wenn man wirklich vorhat weiterzuspielen. Während bei GTA schon längst die kriminelle Karriere über diverse Leichen geführt hätte, krümmt man bei 7Million kaum die Haare unschuldiger Opfer.

 
 

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