Dragonica - Special

von Leo Schmidt

05.01.2010 12:01

Dragonica: Eine bunte Reise voller Irrwitz

„Jucheisasa, ein MMORPG mit ‚Dragon’ im Titel! So was gab es ja noch gar nicht, gut gebaute Recken, die Drachen erschlagen und dabei massig Loot einfahren! Ganz ehrlich, können die sich nicht einmal was Neues einfallen lassen?“ Der erste Instinkt des Spielers könnte nicht falscher sein: Dragonica ist fernab aller Konvention eine bunte Reise voller Irrwitz, in jedem Fall aber einzigartig. Inwiefern?

Es ist etwas schwer, das Grundprinzip von Dragonica gut zu umschreiben, es gibt nämlich so wenig Vergleichbares. Wenn wir also das so untypische MMO aus Korea näher beleuchten wollen, müssen wir systematisch vorgehen. Wir fangen am besten erst einmal damit an zu beschreiben, was es mit anderen MMORPGs gemein hat.

Dragonica: Bild 1Normalität muss draußen bleiben.

Dragonica ist ein Free-to-play-MMO mit einem optionalen Cash Shop, durch den diejenigen, die etwas Geld bezahlen, an zusätzliche Items gelangen. Das Itemjagen und -sammeln ist, wie in anderen MMOs, eines der Hauptziele, auch ist die grobe Grundstruktur „In der Gruppe Monster jagen, leveln, aufrüsten, wiederholen“, die man aus ach so vielen Vertretern des Genres kennt, nach wie vor präsent. Wenn man jetzt noch erfährt, dass man sich zu Anfang einen Charakter erstellt, der entweder Krieger, Magier, Bogenschütze oder Dieb in einem Sword & Sorcery-Szenario sein wird, ist man geneigt, gleich wieder wegzuhören und Dragonica in die MMO-Massenwarenhölle zu wünschen.

Doch weitergehört: Hier enden die Gemeinsamkeiten und es treten die einzigartigen Aspekte Dragonicas hervor. Grob lassen sie sich in zwei Gruppen aufteilen: Das Spiel besticht einerseits durch ein erfrischend unverbrauchtes Gameplay und zum anderen durch ein herrlich abgefahrenes Design. Widmen wir uns zunächst der Frage, wie es funktioniert, und danach, wie toll es dabei aussieht.

 
 

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