40 Freunde sollt ihr sein
Mit etwa 40 Helden umschifft „League of Legends“ gleich von Beginn an einen der größten Kritikpunkte von Chris Taylors „Demigod“. Dessen acht Recken ließen den riesigen Variantenreichtum von „Dota“ (mit knapp 100 verschiedenen Helden) leider schmerzlich vermissen. Dummerweise waren selbst diese wenigen Heroen kaum ausbalanciert, was den Eindruck von Schlamperei noch verstärkte.
Das Balancing funktioniert auch in „LoL“ nicht immer optimal – steht damit aber in der Tradition von „Dota“. Auch dort gab es Schwankungen, wirklich „imba“ oder „underbalanced“ war aber niemand. Hervorzuheben ist vor allem die Individualität der einzelnen Helden. Während der ebenfalls in Kürze erscheinende Konkurrent „Heroes of Newerth“ einfach die „Dota“-Charaktere kopiert und lediglich Namen und Aussehen ändert, wurde jeder „League of Legends“-Recke neu konzipiert.
Natürlich gibt es die bewährte Klasseneinteilung aus Damagedealer, Tank und Magier/Supporter. Und – ebenso natürlich – bleibt auch die skurrile Gestaltung bzw. Ausrichtung der Charaktere. Die magisch begabte Annie erscheint etwa als süßes Mädchen mit Plüschteddy unter dem Arm. Der messerschwingende Twitch sieht hingegen am ehesten wie eine durchgeknallte Ratte aus.
Spaß machen die Klassen, und das ist sicherlich die beste Nachricht, wirklich allesamt. Gut gelungen sind vor allem auch die einfalls- bzw. trickreichen Skills, die von Betäubungseffekten über Stärkungszaubern bis zu monströsen Feuerbeben reichen. Auffällig auch, dass Entwickler Riot Games verstärkt auf symbiotische, also voneinander abhängige Skills, setzt – da trauen sich nur echte Profis heran.










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