Einst als Netzwerk-Test für das spektakulär gescheiterte Hellgate: London geplant, hat Mythos bereits eine äußerst lebhafte Vergangenheit hinter sich, obwohl es noch nicht einmal erschienen ist. Nach der Pleite der Flagship Studios kaufte die koreanische Firma Hanbitsoft die Lizenz auf und entwickelte den Titel in aller Ruhe weiter. Vor wenigen Wochen kündigte dann Frogster (Runes of Magic) an, Mythos in Europa veröffentlichen zu wollen. Grund genug für uns den Berliner Kollegen auf der gamescom einen Besuch abzustatten und mehr über die Neuerungen in Erfahrung zu bringen.
Die gute Nachricht gleich vorweg: Mythos ist noch immer Mythos. Trotz zahlreicher Neuerungen ist der Kern des Spiels weiterhin der Gleiche geblieben. Fans der ersten Stunde dürfen somit beruhigt aufatmen. Neulinge sollten sich für einen vollständigen Überblick unsere Vorschau aus dem Jahre 2008 zur Gemüte führen.
Inhaltsverzeichnis
Frei wählbare Kamera-Ansicht
Die wohl größte Neuerung fällt uns gleich auf, als wir zu Beginn der Präsentation in der ersten Hauptstadt Heaven Island, die mittlerweile übrigens in der Luft schwebt, starten. Statt in der bekannten isometrischen Ansicht, erleben wir die Welt von Mythos plötzlich aus der klassischen MMO-Perspektive hinter unserem Charakter.
Doch keine Sorge, dies lässt sich mit einem Tastendruck ändern, so dass sich innerhalb kürzester Zeit wieder in die Iso-Perspektive zurück wechseln lässt. Was sich vielleicht zunächst nach Firlefanz anhört, hat durchaus einen tieferen Sinn, eignet sich die isometrische Darstellung doch nach wie vor perfekt für den Besuch der unzähligen, zufallsgenerierten Dungeons. Bei ganzen Heerscharen von Gegnern möchte man ja schließlich auch den Überblick bewahren. Die neue Ansicht dagegen bringt Mythos dem typischen MMO-Feeling deutlich näher und bietet sich hervorragend für weitläufige Außengebiete an.
Auch optisch hat sich bei Mythos einiges getan. Sahen die Effekte der einzelnen Fähigkeiten zu Flagship-Zeiten gerade einmal zweckmäßig aus, wurden sie mittlerweile komplett überarbeitet und setzen manchmal sogar den gesamten Bildschirm in Brand. Viel mehr kann man nicht erwarten, insbesondere wenn man die extrem niedrigen Systemvoraussetzungen bedenkt. Nach Angaben von Frogster soll Mythos bereits auf einem Pentium 4 mit 1,8GHz laufen und dabei gerade einmal 1GB auf der Festplatte benötigen. In Zeiten von Netbooks und weiteren Kleinst-Rechnern könnte dies ein wirklicher Pluspunkt sein.
Aber auch fernab der Optik hat sich einiges getan. Um gerade dem „MMO“ in der offiziellen Bezeichnung Hack 'n' Slay MMO gerecht zu werden, hat Hanbitsoft Aktionshäuser, eine Gilden-Unterstützung inkl. Gildenhäusern, ein Crafting-System und zahlreiche PvP-Möglichkeiten hinzugefügt. Diese reichen von klassischen Schlachtfeldern (Battlegrounds), auf denen Ihr wahlweise im 3vs3, 4vs4 oder 5v5 gegeneinander antreten könnt, bis hin zum Open PvP. Wie wir es von anderen Genre-Vertretern kennen, gibt es für den Kampf Charakter gegen Charakter auch spezielle Ausrüstungsgegenstände, die eure Angriffe noch effektiver machen.









