Die „Need for Speed“-Serie rollte mit dem namensgebenden Erstling 1994 vom Band, und seitdem hat sich unter der Haube einiges getan. Die Straßenrennen, Verfolgungsjagden und Tuning-Wettkämpfe boten häufig hochkarätiges Arcade-Feeling, Need For Speed Porsche und Shift hingegen fuhren sich simulationslastiger. Doch im Zeitalter von World of Warcraft und Facebook möchte EA anscheinend mit der Zeit gehen und wagt den Schritt, aus dem neuesten Teil ein MMO zu machen. Ein Schelm, wer dabei an Test Drive Unlimited denkt.
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Dabei entschied man sich in Redwood für ein Free-to-Play-Modell. Prinzipiell sind alle Inhalte frei verfügbar und lassen sich mit ausreichend Geduld und Gefühl im Bleifuß freispielen, doch natürlich bekommen zahlende Kunden Vorteile eingeräumt, und die Möglichkeit, die Spielwährung Boost gegen echtes Geld zu erwerben, wird im Spiel recht penetrant beworben.
Gegen Bares lassen sich schon ab dem ersten Rennen sämtliche Fahrzeuge, auch hochklassige Modelle wie Porsche oder Audi, die sonst erst spät im Spiel verfügbar wären, mieten. Außerdem füllt man per Griff zur Kreditkarte oder PayPal seine Power-Ups unkompliziert wieder auf. Eine Buchung schlägt zwischen 5 und 40 Euro zu Buche, leistet man sich auf einen Schlag mehr Boost, bekommt man Rabatte eingeräumt.
Möchte man das Portemonnaie unangetastet lassen, beginnt die Karriere mit einem „günstigen“ Auto der Klasse Mitsubishi Eclipse GT oder Nissan 240SX, mit diesem bestreiten wir unsere ersten Rennen gegen die KI, etwas später dürfen wir gegen andere Spieler antreten. Neben der klassischen Jagd nach Rundenbestzeiten kann man in Sprintrennen gegen die Konkurrenz antreten oder sich Ärger mit dem Gesetz suchen und hinterher versuchen die Polizei wieder abzuhängen.
Die Rennen gegen die computergesteuerten Gegner beginnen simpel und erste Siege fährt man problemlos und ohne Hilfsmittel ein. Das liegt nicht zuletzt daran, dass sich die Fahrzeuge wie auf Schienen fortbewegen, um ein ausbrechendes Heck muss man sich genau so wenig Gedanken machen wie über demolierte Autos.
Zwar gibt es im Spiel ein Schadensmodell, das schon mal Scheiben splittern lässt oder die Karosserie zerbeult, die Kratzer fressen sich allerdings nur in den Lack und beeinflussen weder die Straßenlage noch unsere Geschwindigkeit. Die einzige Ausnahme von der Regel bekommen wir zu spüren, wenn wir auf der Flucht vor den Cops sind und über das Nagelband einer Straßensperre fahren, dann platzen die Pneus und wir werden signifikant langsamer.









