Kinder, wie die Zeit vergeht! "Runes of Magic" ist ein Jahr alt geworden und hat in seiner noch jungen Geschichte einige Erfolge vorzuweisen, die ihm im Vorfeld wohl niemand so recht zugetraut hätte. Grund genug also für handfeste Feierlichkeiten und eine Menge Lob seitens der Presse. Da wollten wir von gamona natürlich nicht fehlen und haben uns deshalb so unsere Gedanken über das Geheimnis seines Erfolgs gemacht.
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Als vor einem Jahr "Runes of Magic" nach der Beta-Phase seine virtuellen Pforten öffnete und die Server online gingen, konnte sich wohl noch niemand genau vorstellen, wohin die Reise gehen würde. Die Vorbehalte seitens der Zockergemeinde, die in dem Spiel nur einen weiteren MMO-Vertreter im Fahrwasser der "Großen" sahen, waren groß. Immerhin war – und ist – die Konkurrenz gewaltig, im heiß umkämpften Markt tummeln sich viele Mitbewerber, allen voran Genrekönig "World of Warcraft". Doch allen Skeptikern und Unkenrufen zum Trotz verschwand der Titel nicht innerhalb kurzer Zeit im Orkus der Bedeutungslosigkeit wie so viele andere vor ihm. Das Gegenteil war der Fall. Mittlerweile zählt die RoM-Gemeinde mehr als drei Millionen Mitglieder, und Frogsters Baby hat sich zu einem der bedeutendsten Vertreter des Genres entwickelt.
Schaf im Wolfspelz: aufgrund des mäßigen Erfolgs seiner letzten Sangesshow setzt Florian Silbereisen jetzt konsequent auf ein beinhartes Image.Der Erfolg hat mehrere Gründe: zum einen ist das Spiel komplett kostenfrei zu zocken. Natürlich ist es von Vorteil, sich aus dem reichhaltigen Itemshop nützliche Dinge des täglichen MMO-Lebens über – mit echtem Geld zu erwerbenden – Diamanten zu kaufen, um so seine Charaktere schneller und zielgerichteter aufzuziegeln. Doch wer kein Geld ausgeben will und über genügend Zeit verfügt, jagt in Taborea für lau und vertickt die erbeuteten Items, bis genügend Gold vorhanden ist, um sich im Auktionshaus Diamanten von anderen Spielern zu besorgen, die diese gegen Gold verkaufen. Dieser Kreislauf zwischen Ingame- und externer Währung funktioniert reibungslos und ist sehr beliebt, wovon die unverändert hohe Zahl von Diamanten- und Goldhandeln im Auktionshaus zeugt.
Ein weiterer Grund für den Erfolg dürfte auch in der Abwechslung liegen, denn mit seiner großen Spielwelt und den vielfältigen zu erledigenden Aufgaben braucht sich "Runes of Magic" zweifelsohne nicht hinter vergleichbaren Titeln zu verstecken. Wer anfangs allerdings darauf gehofft hatte, dass das Spiel das Genre neu erfinden würde, sah sich getäuscht. Denn RoM hat zwar viel zu bieten, doch bis auf den überaus komplexen Einsatz des Arkanen Umwandlers sowie Runen und Manasteine, mit deren Hilfe die eigene Ausrüstung bis zum Abwinken aufgepimpt werden kann, findet sich kaum etwas, das man nicht aus anderen MMOs so oder ähnlich kennt.
Um die erotischen Defizite ihres Namens auszugleichen, startet Lena Meyer-Landrut mit gewagtem Outfit beim Eurovision Song Contest.Und darin liegt auch einer der Haupt-Kritikpunkte von RoM-Gegnern, die dem Spiel vorwerfen, es kupfere uninspiriert bei seinen Mitbewerbern ab, ohne eigene Ideen zu präsentieren. Dass das freilich nicht der Fall ist, wird spätestens dann klar, wenn man eine Weile gezockt und sich ernsthaft mit den Mechanismen und der Spielarchitektur von RoM auseinandersetzt hat. Natürlich gibt es eine Menge Dinge, die aus anderen RPGs und "klassischen" MMOs hinlänglich bekannt sind. Wer dem Spiel deshalb jedoch Plagiarismus vorwirft, handelt unfair. Schließlich käme auch niemand auf den Gedanken, einem neu auf den Markt kommenden Fußballspiel Kopismus vorzuwerfen, weil es inhaltlich dem Regelwerk des Fußballs nichts Neues abzugewinnen habe und ein Ball die Hauptrolle spiele.







