Barock-Schlägereien in Reifrock und Spitzenbordüre, dazu klassische Klänge und Musketenknall – im komplett kostenfreien Kostüm-MMORPG »Sword of the New World« verschlägt es den Spieler in eine Welt, die irgendwo im 17. Jahrhundert angesiedelt ist – oder besser dem, was die Entwickler dafür halten.
Da wir ein Faible für Kostümbälle und ungewöhnliche Ideen haben, statteten wir dem virtuellen Land Granado Espada einen umfassenden Besuch ab. Dabei zeigte sich einmal mehr, dass »kostenlos« absolut nicht gleichbedeutend ist mit »schlecht«.
Inhaltsverzeichnis
- 1Einleitung
- 2Klassenkeile
- 3Barock-Rock
- 4Familienbande
- 5h das Klassensystem ist leider nicht vollends durchdacht. Eine Heilerklasse gibt es nicht, diese Aufgabe wird von den Scouts mit übernommen. Da die Kundschafter jedoch auch Nahkämpfer sind, ist das sehr unpraktisch. Denn während Fernkämpfer in aller Ruhe Zaubersprüchlein wirken können, geraten die schwach gerüsteten und nur leicht bewaffneten Scouts leicht in Schwierigkeiten. Ihre Angriffsgeschwindigkeit ist zwar deutlich höher als diejenige der Kämpfer, doch das Wirken von Heilzaubern ist während einer Auseinandersetzung schwierig. Es bleibt in solchen Fällen nur noch der schnelle Griff zu einem Trank oder einem Gesundheits-Item von gefallenen Gegnern. Kleines Trostpflaster am Rande: Medipacks heilen die ganze Gruppe, sobald ein Charakter sie einsammelt.
Erfahrungsaustausch
- 6erhin haben sich die Entwickler etwas einfallen lassen, um auch Figuren aufsteigen zu lassen, die zuhause gelassen wurden. Für zahlreiche Quests erhält man nämlich Experience-Cards, die sich auf jeden beliebigen Charakter anwenden lassen. So kann man entweder seine Stammschläger schneller aufpäppeln oder man verteilt die Dinger gleichmäßig auf seine Familie.
Autoprügel
- 7
- 8Fazit
Wir schreiben irgendein Jahr etwa zwischen 1620 und 1650. Die alte Welt wird seit langem von Kriegen erschüttert, und ein Ende der Auseinandersetzungen ist nicht absehbar. Doch zum Glück gibt es ja noch Granado Espada, die neue Welt. Dorthin strömen viele Familien auf der Suche nach Glück und einer friedlichen Heimat. Im Laufe der Zeit entstehen deshalb auf dem bislang wenig erforschten Territorium immer mehr Städte und Ansiedlungen, die den Menschen als Zuflucht und Handelszentren dienen. Doch leider bleibt auch das Leben im gelobten Land nicht frei von Konflikten…
Soviel zur Hintergrundgeschichte von »Sword of the New World«, die man in epischer Breite auf der Webseite zum Spiel nachlesen kann. Zu Beginn befindet sich der Spieler auf einem Schiff, das ihn in den Hafen von Reboldoeux bringt, der ersten Anlaufstation. Hier wird man mit Hilfe eines gut gemachten Tutorials mit der Steuerung vertraut gemacht und lernt die Interaktion mit den NPCs. Ungeduldige Naturen können die Lernaction natürlich auch abbrechen und sofort loslegen. Besonders Neulinge und Umsteiger von anderen MMOs sollten sich jedoch die Zeit nehmen, sich mit der Umgebung und dem Handling vertraut zu machen.








