Die Wirkung von Mobile Games auf den Free2Play-Markt
Free2Play: Glaubst du, dass Mobile Games wie etwa für das iPhone oder das iPad eine großen Auswirkung auf den Free2Play-Markt haben?
Tracy Spaight: Das iPad ist sehr faszinierend als Spieleplattform. Gut, es unterstützt derzeit kein Flash, aber stellt euch ein RTS auf einem großen Touchscreen vor – einfach die Einheit berühren, um sie auszuwählen und sie dann überall dorthin zu schieben, wo man sie haben will. Wie cool ist das?
Derzeit monetarisieren iPhone-Applikationen größtenteils über das gleiche Modell wie iTunes-Lieder. Es gibt kostenlose Applikationen, die jedoch eher der Marke "ausprobieren bevor du kaufst" zuzuordnen sind und bei denen der Spieler die ersten ein oder zwei Levels kostenlos spielen kann und dann die Applikation kaufen muss, um weiterspielen zu können. Das ist nicht Free2Play. Das ist eher wie eine kostenlose Käseprobe im Supermarkt. Free2Play tauscht Zeit gegen Geld ein. Wenn man mehr Zeit als Geld hat, dann dauert es etwas länger, beispielsweise um in Travian das Gebäude fertigzustellen – aber man kann denselben Erfolg haben wie jemand, der dafür bezahlt. Wenn man andererseits mehr Geld als Zeit hat, kann man sich für einen XP-Boost entscheiden, der es einem erlaubt, schneller aufzuleveln oder auf einer andere Weise das Spielvergnügen erhöht. Jetzt, wo das iPhone, das iPod Touch und nun das iPad den Planeten erobern, werden wir eine Ausbreitung von Geschäftsmodellen erleben, das beinhaltet auch Free2Play.








