Wölfe in einem Neuzeit-Shooter. Spätestens seit den erfolgreichen Underworld-Filmen, in denen die heiße Vampirjägerin Selene aka Kate Beckinsale allerlei haarigem Ungeziefer den Hintern versohlt, haben Werwölfe den Sprung aus der mittelalterlichen Fantasywelt in die Gegenwart geschafft. Längst vergangen sind die Tage als ein aufgescheuchter Bauernmob mit Fackeln und Mistgabeln in den Wald marschierte, um den bösen Monster archaisch den Kopf abzuschlagen, damit es nicht mehr so dreist auf die Idee kommt in jeder Nacht eine Ziege oder ein Schaf zu reißen.
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Inhaltsverzeichnis
Maschinenpistolen mit Silberkugeln haben den aufgebrachten Mittelalterpöbel abgelöst. Wolfteam folgt diesem Trend, schleudert das haarige Monster in die 2.0-Welt und lässt es gegen Schnellfeuerwaffen antreten. Ha, denkste!
Denn die Spiellobby lässt alles andere als 2.0 vermuten. Hier ist eher Nostalgie-Charme angesagt, da einem nach dem Spielstart fiese große Pixel ins Gesicht lachen, welche einem das eigene vorfreudige Grinsen in Sekundenschnelle rauben. Doch gemach, gemach, keine vorschnellen Schlüsse ziehen! Ingame macht das Spiel eine grafisch solide Figur und auch die Lobby soll noch einen moderneren Anstrich bekommen. Willkommen in der Beta-Version.
Im Shooter Wolf Team spielt man einen Soldaten – mit der besonderen Fähigkeit, sich instant in einen Wolf zu verwandeln, wenn er es denn möchte und der Spielmodus es zulässt. Zweiter WTF-Moment in der Spielepräsentation: Haben wir noch am Anfang geglaubt, es handelt sich um ein Humans-vs.-Werwölfe-Spiel wurden wir hier eines Besseren belehrt. Auf Knopfdruck verwandelt sich jeder menschliche Soldat mitten im Spiel in einen gefräßigen blutrünstigen Wolf. All die verfügbaren Waffen sind nun nicht mehr einsatzbereit, dafür werdet ihr mit einem schnelleren Lauftempo, mehr HP und natürlich mit einer mächtigen Nahkampfattacke, euren messerscharfen Klauen, ausgestattet.
Obendrein kann man nun an Wänden entlanglaufen, was zwar supercool aussieht und ein cooles Feature ist, sich in einem kleinen Testbattle aber als unkluges taktisches Element herausstellte. Zwar konnte man am Boden stehenden Elementen ausweichen und schneller zum Gegner vorpreschen, im Gegenzug aber sitzt man auf der offenen Wand wie auf dem Präsentierteller für die Gewehrläufe der gegnerischen Soldaten. Nicht selten fiel unser blutrünstiger Wolf im Kugelhagel von der Wand wie ein nasser Kartoffelsack: Bei geübten Teams wird dieses Feature aber eventuell von Vorteil sein. Wir waren wohl einfach nur zu schlecht…









