Wonder King – was zunächst wie eine der unzähligen Britpop-Bands aus den Charts klingt, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als ein MMO. Genauer gesagt ist es ein Vertreter des viel zu unterbevölkerten Genres der MMO-Sidescroller. Was genau ihr von Wonder King erwarten dürft? Wir verraten es euch in unserem Artikel.
Die Geschichte von Wonder King ist, wenn man erst einmal die Gestaltung des Spiels gesehen hat, erstaunlich ernst und offenbar an die Grundstruktur bestimmter religiöser Geschichten angelehnt. Gott ist allmächtig – doch seinem Diener Baalon ist das so nicht recht, er sagt sich vom großen Chef los und beginnt damit, dessen größte Schöpfung zu tyrannisieren: die Menschen.
Im Hades kann man nicht mehr mit den ganzen neuen Seelen umgehen, die tagtäglich so hereinkommen. Also wird eine Spezialeinheit gegründet, die Zero Force, um Baalons Truppen, die Sinistry of Devils, zurückzuschlagen. Nachdem dieser Versuch scheitert, bleibt den Menschen keine Hoffnung mehr – bis auf die Weissagung des Propheten Jexius, nach der eines Tages der Messias, der Wonder King, auf die Erde kommen wird, um die Menschen zu retten…
Inhaltsverzeichnis
Religion und Jump und Run
In diese düstere Zeit, die eigentümlicherweise in der quietschbuntesten alle Anime-Optiken dargestellt wird, platzt nun also der Spieler und übernimmt eine von vier Rollen, die „klassischer“ kaum sein könnten. Wir erklären euch jetzt auch einfach nicht, was den Swordsman, den Mage, den Thief und den Scout voneinander unterscheidet, sofern Wonder King nicht euer erstes MMO ist, werdet ihr diese Bekannten herzlich begrüßen können und sofort euren Favoriten finden.
Weiterhin hat jede dieser vier Klassen zwei Spezialisierungen, die jeweils noch „Verfeinerungsklassen“ auf einem hohen Level haben. Die prinzipiellen Rollen sind aber immer da: der Tank, der Magier, der Fernkämpfer, der Heiler und der Damagedealer, sowie Hybride dieser Klassen.
Bemerkenswert jedoch ist natürlich, dass Wonder King insofern nicht klassisch daherkommt, als dass es ein Sidescroller ist, der im Vergleich zum sonstigen MMO-Markt schnelles und actionreiches Gameplay bietet. Ein durchdachtes und doch einfach zu bedienendes Steuerungssystem tut sein übriges. Neu erlernte Skills fügen sich nahtlos in das vorhandene Kontrollmuster ein, schon bald schmeißt man Feuerbälle, lässt Pfeile fliegen oder schwingt das scharfe Metall, als wäre es einem in die Wiege gelegt.
Tatsächlich hat sich WonderKing in Sachen Gameplay an seine großen, alten Vorbilder gehalten – und die sind einmal nicht im MMO-Genre, sondern vielmehr bei den Plattformern und Jump and Runs dieser Welt. Folgerichtig sind die ersten Assoziationen solche Klassiker wie Castlevania: Grazil hüpft man mit Doppelsprüngen von einer Plattform auf die nächste, um dann einen Gegner mit schnellen Schlägen und Sprüchen zu traktieren, ganz ohne Mausklick (sondern per Tastaturbefehl) den Loot einzusammeln und zum nächsten Gegner zu huschen.
Auch eine kurze Rast ist drin, um Leben und Mana zu regenerieren – da die Feinde aber keine klassische Aggrorange haben, sondern vielmehr ziellos über die Plattformen streunen, als gäbe es da etwas zu sehen, darf man sich nicht zu sicher fühlen.









